Petrozavodsk

Hauptstadt von Karelien

Petrosavodsk

Petrosavodsk ist die Hauptstadt der Republik Karelien in der russischen Föderation. Die Stadt ist das Zentrum für Kultur, Wissenschaft und Industrie im ansonsten weitgehend von Landwirtschaft und Fischerei geprägten Karelien. Mit rund 265.000 Einwohnern ist Petrosavodsk nicht besonders groß.

Zar Peter der Große am OnegaseeAls Gründungsdatum der Stadt wird 1703 angesehen – das gleiche Jahr wie der Beginn der Bauarbeiten für die Stadt St. Petersburg. Zar Peter der Große ließ 1703 am Ufer des Onegasee ein Eisenguss- und Kanonenwerk bauen. Dort sollte Kriegsmaterial für die Nordischen Kriege produziert werden. Um das Werk herum wuchsen die Arbeitersiedlunge, diese „Petrowskaja Sloboda“ (Siedlung) ist wiederum der Ursprung der späteren Stadt Petrosavodsk. Das Werk am Onegasee wurde später durch seine verzierten Kanonen und den künstlerischen Eisenguss berühmt. Erst im Jahr 1777, zur Regierungszeit von Katharina der Grossen, bekam die Siedlung um das Werk den Stadtstatus und wurde Petrosavodsk genannt. Heute zieht sich die Hauptstadt von Karelien fast 27 Kilometer bogenförmig entlang der Süd-Küste des Onegasee.

Petrosavodsk ist der Sitz einer Universität und verschiedener kultureller Einrichtungen, wie zum Beispiel eines Konservatoriums.

Wirtschaftlich lebt die Stadt von der holzverarbeitenden Industrie, der Möbelindustrie, der Fischverarbeitung und und den Werften. Wichtig ist sie vor allem auch als Verkehrsknotenpunkt im Norden: Durch Petrosavodsk verläuft die Murmanbahn, eine wichtige Eisenbahn von Sankt Petersburg nach Murmansk.


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